Geocaching ist eine Freizeitbeschäftigung (manche nennen es auch Sport),
bei der man mit Hilfe eines GPS-Empfängers versucht, einen versteckten Behälter (Cache)
zu finden. Die Koordinaten, wo sich dieses Behältnis befindet, sind entweder direkt im Internet
veröffentlicht (traditioneller Cache) oder (was entschieden mehr Spass macht) über mehrere
Stationen zu erreichen (Multi-Cache). Bei diesen Caches führen die veröffentlichten
Koordinaten nur zu einem Startpunkt und von diesem aus müssen dann Aufgaben gelöst werden,
um die Koordinaten für die nächsten Stationen berechnen zu können. Meist bilden dabei
irgendwelche Gegebenheiten aus der jeweiligen Umgebung Variablen für die Berechnung, so dass
sich die Aufgaben nur vor Ort lösen lassen. Das macht die ganze Sache spannend, da man vorher
nie genau weiss, was einen erwartet und ob man die Lösung findet.
Die ganze Sache ist im Jahre 2000 entstanden, nachdem die USA die Auflösung der GPS-Signale
für zivile Nutzung so erhöht haben, das eine Genauigkeit von ca. 5m erreicht werden kann.
Die genaue Historie kann z.B. unter "Geocaching.com" nachlesen.
Dort findet man auch die Cachebeschreibungen. Jeder kann hier nach der Erstellung eines kostenlosen
Accounts mitmachen und sowohl Caches suchen als auch welche verstecken. Inzwischen gibt es schon
so viele versteckte Geocaches auf dieser Erde, das ein Menschenleben nicht mehr ausreicht, um alle
aufzusuchen. Allein hier in Dresden gibt es rund 300 Caches, in Deutschland etwa 27000 und weltweit
346000 (01.01.2007)! Und täglich werden es mehr.
Ich sehe im Geocaching das ideale Familienhobby. Es ist unheimlich interessant für Kinder
unterschiedlichsten Alter. Die Kleinen wollen natürlich in erster Linie den "Schatz finden",
da ja in den Behältern meist auch kleine Sachen (und meist auch kleine Spielzeuge) zum Tauschen sind.
Die etwas Größeren können dann schon an der Lösung der Aufgaben mitwirken
und die ganz großen Kinder könnten versuchen, sich selbst Cache-Aufgaben auszudenken
und Caches zu legen und zu veröffentlichen.
Dann führt dieses Hobby einen eigentlich fast immer in die Natur und dann eigentlich auch fast
immer an besonders sehenswerte Stellen - auch mal abseits des Sehenswürdikeiten-Mainstreams.
So ist es gar keine dumme Idee, in einer neuen Gegend (z.B. im Urlaub) auch gleich mal ein paar
Caches aufzusuchen.
Noch mehr Informationen finden sich natürlich wie immer unter Wikipedia.